Die Aquarium pflege

Neben der richtigen Aquarium Einrichtung, der Beckengröße und der korrekten Ernährung, ist auch die richtige Aquarium pflege, notwendig um den Tieren einen artgerechten Lebensraum bieten zu können. Hierbei sollte immer auf die Filterung, Temperatur und die Wasserwerte geachtet werden, um das Wohlbefinden der Tiere nicht zu gefährden. Um lange Freude an der Optik des Aquariums zu haben, kommt man um eine regelmäßige Reinigung des Aquariums nicht vorbei. Wie dies am besten geht und welche praktischen Hilfsmittel die dabei zur Verfügung stehen erfährst du weiter unten im Text.

Die richtige Aquariumpflege

Der richtige Start – Die Einlaufphase

Wer sich ein Aquarium einrichten möchte, sollte sich schon vorher im Klaren darüber sein, dass es sich hierbei um ein Langzeitprojekt ist das Zeit und regelmäßige Zuwendung bedarf. Dies geht schon bei der erstmaligen Einrichtung los. Viele glauben das man nach dem Befüllen des Bodengrundes, das Installieren des Filters, das Platzieren und einstellen des Heizstabes und dem Aufstellen Aquarium-Deko nur noch Wasser einfüllen braucht, um anschließend die Tiere einsetzen zu können. Doch dem ist leider NICHT so!

Auf dem Markt gibt es unzählige Wasseraufbereiter, die Versprechen das man ihrer Zugabe sofort die Tiere einsetzen kann. Doch dem ist mit großer Vorsicht zu begegnen und ich würde dies auch keinem empfehlen! Wenn man ein Aquarium einrichtet, müssen sich im Filter die nötigen Filterbakterien erst bilden und ausreichend vermehren bevor der Lebensraum Aquarium bewohnbar wird. Diese Bakterien und Mikroorganismen sorgen für den Schadstoffabbau. Gerade in den ersten Wochen eines neu eingerichteten Aquarium kommt es oft zum sogenannten Nitritpeak. Dies bezeichnet einen akuten Anstieg von Nitrit (NO²), der sich über Tage hinweg aufbaut und dann von selbst wieder fällt.

Aber nicht nur der Filter benötigt seine Zeit um seine biologische Filterung vollständig aufbauen zu können, sondern auch die Aquarienpflanzen, die erst wurzeln müssen, bevor sie u.a. Nitrat aufnehmen können und mit der Fotosynthese und der Sauerstoffproduktion beginnen. Zwar gibt es Starterbatterien für den Filter, um die Einlaufphase zu verkürzen, doch verlassen sollte man sich darauf nicht. Denn kommt es trotzdem zum gefährlichen Nitrit-Peak, ist es oft bereits zu Spät bevor man es bemerkt und die Tiere vergiftet oder bereits verendet.

Wann kann der Besatz nach dem Einrichten des Aquariums einziehen?

Die Frage lässt sich so leicht nicht beantworten, da jedes Aquarium sein eigenes Biotop ist und nicht genau gleich läuft wie das Aquarium, was vielleicht direkt daneben steht und die gleiche Größe, das gleiche Wasser und die gleiche Einrichtung enthält.

Ich selbst hatte früher über 50 Aquarien und ging mit der Einlaufphase wie folgt um;

  • Erster Tag – Direkt nach dem Einrichten eines neuen Aquariums habe ich den neuen Filter mit Filterschlamm eines anderen Filters angeimpft um die Einlaufphase zu beschleunigen. Und dies hilft tatsächlich. Viele meiner ehemaligen Kunden hatten zu wenig Geduld und deshalb oft Probleme mit ihrem Wasserwerten oder Trübungen des Wassers, da sie die Einlaufphase nicht abgewartet hatten. In einem solchen Fall habe ich ihnen immer mit etwas Filterschlamm ausgeholfen. Anschließend kamen sie freudestrahlend wieder und haben sich dafür bedankt. Andere Aquaristik-Geschäfte hätten hier mit Sicherheit teure Starter-Bakterien verkauft, ohne zu wissen, ob sie am Ende auch wirklich was taugen bzw. dem Kunden helfen.
  • In der ersten Woche – Die ersten 7 Tage ließ ich neue Aquarien völlig ohne Besatz laufen. Die Beleuchtungsdauer stellte ich dieser Zeit auf 6/h am Tag, da noch kein biologisches Gleichgewicht im Becken herrscht und sich bei einer längeren Beleuchtungsdauer gerne braune Kieselalgen an Aquariumscheiben und den Pflanzen absetzen. Am Ende der 7 Tage erfolgte dann ein großer Wasserwechsel 50 % des Aquariumwassers.
  • Die zweite Woche – Ab Beginn der zweiten Woche besetzte ich bereits das Aquarium mit wenigen Posthornschnecken, Turmdeckelschnecken oder Blasenschnecken. Diese sind relativ unempfindlich gegen Nitrit und geben durch ihre Ausscheidungen dem Aquariumfilter Nahrung für den Bakterienaufbau. Turmdeckelschnecken könnte man übrigens auch als Indikator-Schnecken bezeichnen, denn stimmen die Wasserwerte nicht, verlassen sie den Bodengrund selbst am helllichten Tage und wandern die Scheiben empor. Dies kann aber auch ein Anzeichen von einem geringen Sauerstoffgehalt sein. Nach Ende der 2. Woche erolgte wieder ein Wasserwechsel von 50%
  • Die dritte Woche – in der dritten Woche hieß es weiterhin abwarten und sich in Geduld erproben. Am Ende der dritten Woche wurde wieder ein großer Wasserwechsel vorgenommen. Gewechselt wurde 2/3tel des Wassers und anschließend die Wasserwerte überprüft. Waren diese stabil mit einem Nitrit und Chlorwert von 0 kamen die ersten 4-5 Fische ins Aquarium.
  • Die vierte Woche – Jetzt hieß es das Verhalten der Fische zu beobachten und alle 2 Tage die Wasserwerte zu überprüfen. Waren die Wasserwerte stabil wurde am Ende 1/3tel Wasser gewechselt. Bei einem Anstieg des Nitrit oder Nitrat Wertes hätte ich 2/3tel des Wassers gewechselt. Jedoch kam dies nicht vor. Bei stabilen Wasserwerten kann nun auch der restliche Besatz eingesetzt werden.

Wasseraufbereiter

Wasseraufbereiter sind vor allem bei einer Aquarium Erst- oder Neueinrichtung sinnvoll, aber auch wenn man Leitungswasser zum befüllen seines Aquariums benutzt. Leitungswasser wurde für den menschlichen Körper aufbereitet, ist aber nicht optimal für das Aquarium und seine Bewohner. Im Leitungswasser fehlen oft wichtige Mineralien, Spurenelemente, Vitamine und Huminstoffe, die für das Wohlbefinden und das Immunsystem der Tiere wichtig sind.

Besonders gefährlich wird es, wenn zur Desinfektion der Wasserleitungen, dem Leitungswasser, Chlor hinzugeführt wird. Dies geschieht meist ohne Vorwarnung und kommt besonders in Großstädten sehr oft vor. In einigen Aquarien meiner Kunden, war dies oft ein Auslöser von Massensterben, in Garnelen-Aquarien. Ebenso gefährlich sind im Aquarium Spuren von Kupfer. Dieses Problem tritt besonders häufig auf, wenn im Haus neue Kupfer Leitungen verlegt worden sind. Doch mit speziellen Wasseraufbereitern lassen sich diese Schadstoffe entfernen.

Da giftige Schadstoffe meistens durch das Wechseln des Wassers ins Aquarium kommen, gibt man die empfohlene Dosis Wasseraufbereiter, immer mit ins frische Wechselwasser, um evtl. Chlor und Kupfer gleich zu entfernen und das Wasser Aquarium-gerecht zu machen. Alternativ kann man bei einem eingefahrenen Aquarium natürlich auch die Wasserwerte des Leitungswassers, mittels eines Teststreifens oder Tröpfchen-Tests überprüfen und auf die Zugabe eines Wasseraufbereiters verzichten.

Quelle: amazon.de*

Wasseraufbereiter haben verschiedene Funktionen wie:

  • Entfernung von Nitrit
  • Entfernung von Schwermetallen
  • Bindung von Schwebeteilchen
  • Zuführung von Mineralien, Spurenelemente, Huminstoffe und Vitamine

Natürliche Wasseraufbereiter aus der Natur für dein Aquarium

Ich war noch nie ein Freund von chemischen Wasseraufbereitern und vertraue eher auf natürliche Wasseraufbereiter, deren Wirkstoffe das Wohlbefinden der Tiere fördern. Diese habe ich über Jahre hinweg erprobt und kann heute sagen das sie für die Tiere und das ökologische Gleichgewicht im Aquarium unbedenklich sind. Erlenzapfen, Seemandelbaumblätter, Seemandelbaumrinde und Wurzeln dienen einigen Tieren wie Garnelen, Schnecken und Welsen sogar als wertvolle Nahrung.

Erlenzapfen – Erlenzapfen sind besonders in der Wirbellosen-Aquaristik sehr beliebt. Sie wachsen als Früchte der Schwarzerle und Grauerle heran. Beide Zapfen sehen sich sehr ähnlich. Der größte Unterschied liegt in ihrer Größe. Die Zapfen der Schwarzerle sind so groß wie ein 2 € Stück. Und die der Grauerle können doppelt so groß werde. Für die Aquaristik verwendet man ausschließlich die Erlenzapfen der Schwarzerle, da sie mehr Huminsäuren und Gerbstoffe enthalten, die Pilzkrankheiten bei Fischen und Garnelen vorbeugen und das Wohlbefinden der Tiere fördern.

Erlenzapfen werden gerne zur Zucht von Garnelen eingesetzt da die enthaltenen Huminsäuren den pH-Wert des Wassers senken. Für viele Fische und Garnelen ist dies ein großer Vorteil. Denn die meisten stammen aus Gewässern mit einem pH-Wert unter 7.

Ein weiterer Grund warum man Erlenzapfen verwendet ist ihre natürliche Optik die man gerne als Dekoration verwendet. Außerdem bilden sich an Erlenzapfen so einige Mikroorganismen die Garnelen als Nahrungsquelle dienen.

Seemandelbaumblätter – Sie stammen vom tropischen Seemandelbaum oder auch Strandmandel genannt(Terminalia catappa), deren Blätter hauptsächlich aus Kambodscha zu uns importiert werden. Hierzulande wachsen Seemandelbäume nicht, weshalb man dieses Naturprodukt nur käuflich, in bereits vorsortierten Größen, erwerben kann.

Seemandelbaumblätter haben eine besonders starke antibakterielle, pilz- und keimhemmende Wirkung und werden zur Behandlung einiger Fischkrankheiten verwendet wie:

Dosiert werden je nach Größe 1-2 Blätter auf 50 Liter Aquarien-Wasser. Sie lösen sich im Wasser langsam auf und dienen Garnelen und Schnecken als zusätzliches Futter. Wenn nur noch das Blattskelett zu sehen ist, sollte nachdosiert werden.

Seemandelbaumrinde – Auch die Rinde des Seemandelbaumes wird als Wasseraufbereiter für Aquarien verwendet. Sie haben die gleiche Wirkung wie die Blätter der Strandmandel und helfen gegen Pilzbefall und bei der Behandlung von bakterieller Infektionen und Krankheiten, ohne dabei die nützlichen Filterbakterien zu schädigen.

Mittlerweile wurde auch bewiesen, dass die enthaltenen Gerbsäure in der Rinde die Ausbreitung von Blaualgen(Cyanobakterien) hemmt.

Neben den positiven Effekt der Wasseraufbereitung durch Gerbstoffe und Huminsäuren die leicht den pH-Wert senken, ist die Rinde auch sehr dekorativ und bietet Garnelen, Krebsen und kleinen Fischen einen Habitat-ähnlichen Unterschlupf und Versteckmöglichkeiten. Der Zersetzungsprozess der Rinde dauert sehr lange, weshalb sie auch als hervorragende Alternative für herkömmliche Garnelenröhren und Welshöhlen aus Keramik eignen.

Walnussblätter – Diese heimische Laubart eignet sich hervorragend als Wasseraufbereiter und Zusatzfutter für Schnecken, Garnelen und Krebse. Als Futter sind sie sogar besser geeignet als Seemandelbaumblätter da das Walnusslaub weicher ist und sich schneller zersetzt.

Die Blätter des Walnussbaumes werden grün geerntet und dann getrocknet, um die maximale Wirkung zu erzielen. Dosiert wird ein Blatt auf 20 Liter Aquariumwasseer.

Als getrocknetes Laub schwimmt, es zunächst 1-2 Tage an der Wasseroberfläche bevor es absinkt. Um den Prozess zu beschleunigen, kann man es aber auch kurz mit kochendem Wasser überbrühen. Die enthaltenen Huminsäuren haben die gleiche desinfizierende Wirkung wie Seemandelbaumblätter, nur in abgeschwächter Form.

Zeolith für glasklares Wasser: – Hierbei handelt es sich um ein natürliches Silikatgestein mit einer porösen Oberfläche. Im Handel gibt es Zeolith in den verschiedensten Körnungsgrößen zu kaufen. Oft wird er als zusätzliches Filtermedium in dem Aquariumfilter gesetzt. Es ist aber auch als feines Pulver zu kaufen und lässt sich in zermahlender Form gut ins Wechselwasser beigeben.

Durch die große reaktionsfreudige Oberfläche die wie ein Ionentauscher wirkt. Durch die Aufnahme von Ammonium wird ein Anstieg des Nitratwertes verhindert. Dies sollte man vor allem in stark bepflanzten Aquarien berücksichtigen, denn zu wenig Nitrat könnte wiederum das Pflanzenwachstum beeinträchtigen.

Zeolith eignet sich hervorragend als Wasserklärer für Aquarien und Gartenteiche. Es bindet giftige Stoffe wie Ammonium, Schwermetalle und feinste Schwebeteilchen an und filtert es somit aus dem Wasser heraus. Zeolith verwendete ich überwiegend in meinem Verkaufsbecken, damit meine Kunden stets einen ungetrübten Blick auf die Pflanzen und Tiere hatten.

Dosiert hatte ich 1g Zeolith-Pulver auf 80 Liter Aquarium-Wasser. Zunächst breitete sich nach der Zugabe eine Weiße Wolke auf das gesamte Aquarium aus. Doch nach 1-2 Stunden hatte sich der Nebel wieder vollständig aufgelöst und ließ kristallklares Wasser ohne Verunreinigungen zurück. Diese Prozedur wiederholte ich 1x die Woche. In Garnelen-Aquarien konnte ich beobachten das Zeolith die Häutung und Vermehrung der Tiere anregte.

Quelle: duenger-und-erde.de

Was bewirkt Betonit?

  • Kristallklares Wasser
  • kostengünstig
  • stellt stabiles biologisches Gleichgewicht her
  • schützt Schleimhaut von Fischen
  • Fördert Häutung bei Garnelen
  • erhöhte Immunität vor Fischkrankheiten
  • erhöhte Farbenpracht von Fischen und Garnelen

Montmorillonit – Dieses Silikatgestein hat eine sehr ähnliche Wirkung wie Zeolith und unterscheidet sich in seiner Struktur. Diese ist bei Montmorillonit schichtartig, während Zeolith, eine kristalline Gitterstruktur aufweist. Neben der Auquaristik wird dieses Mineral auch als Ton- oder Heilerde zur Entgiftung für den Menschen angeboten. Aber auch im Aquarium entzieht es dem Wasser viele Giftstoffe wie Ammonium oder Schwermetalle wie Blei und Kupfer.

Montmorillonit enthält Calcium. Dieses benötigen Garnelen für die Häutung und Schnecken für den Aufbau ihres Gehäuses. Leichte Gehäuseschäden lassen sich mit Zugabe von Montmorillonit sogar reparieren. Dieses Silikatgestein sollte daher in keinem Schnecken- und Garnelenaquarium fehlen. Gerade in Aquarien wo ich Schnecken züchtete schnell der pH-Wert und die Wasserhärte. Mit Montmorillonit konnte ich diesen Mangel schnell wieder ausgleichen. Außerdem stabilisiert “Monte” den pH-Wert im neutralen Bereich auf 7.

Montmorillonit auch als Bentonit bezeichnet gibt es sowohl als Pulver für die Zugabe nach Bedarf, sowie auch in größerer Körnung welches sich hervorragend als entgiftendes Filtermaterial eignet. Die im Bentonit enthaltenen Mineralien fördern die Vitalität, das Immunsystem sowie die Farbentwicklung von Fischen und Wirbellosen. Da Montmorillonit wie ein Ionentauscher wirkt und Schadstoffe sowie Schwebeteilchen an sich bindet und neutralisiert, wird das Wasser nach seiner Anwendung Kristallklar.


Die richtige Wassertemperatur im Aquarium

Generell gilt, dass der Besatz nicht wahllos nach Geschmack des Aquarianers zusammengewürfelt werden darf! Hierbei müssen einige Faktoren beachtet werden, ob sie vom Verhalten, ihren Fressgewohnheiten, von der nötigen Aquariumeinrichtung, der Aquariengröße, den Wasserwerten, oder von der Wassertemperatur zusammenpassen. Die richtige Temperatur regelt man über einen Heizstab.

Diese gibt es in verschiedenen Größen mit den unterschiedlichsten Watt-Angaben zu kaufen. Bei der Größe gilt die Faustformel: 1 Watt auf 1 Liter Wasser. Für ein 50 Liter Aquarium benötigt man demzufolge ein 50 Watt Heizstab und bei einem 300 Liter Aquarium einen 300 Watt Heizstab.

Meistens befindet sich auf dem Heizstab ein Drehregler mit dem man die richtige Wassertemperatur auf +/- 1 °C Genauigkeit einstellen kann. Die eingestellte Temperatur lässt sich entweder auf einer Skala am Glaskörper oder bei einigen auch Digital am Kopf des Heizstabes ablesen.

Leider kann man sich nie zu 100 % darauf verlassen, dass die eingestellte Temperatur auch erreicht, oder gehalten wird. Deshalb ist es notwendig sich neben dem Heizstab auch ein Aquarium Thermometer zuzulegen um kontrollieren zu können, das der Heizstab auch korrekt arbeitet.

Bei den Thermometern gibt es welche aus Glas mit Saugnapf. Diese werden von Innen im Aquarium befestigt wird und welche mit einer digitalen Anzeige die von Außen an der Aquarium-Scheibe geklebt werden. Ich empfehle eher die Glasthermometer zu verwenden, da diese oft genauer arbeiten. Bei denen die man von außen an die Scheibe klebt, wird der Wert oft verfälscht, wenn der Temperaturunterschied zwischen dem Raum und dem Aquariumwasser zu groß ist.

Einen Überblick über die nötigen Wassertemperaturen und weitere wichtige Informationen über Fische und welche Ansprüche sie stellen, findest du auf interaquaristik.de. Informationen zur Pflege und Zucht von Garnelen findest du auf garnelio.de.

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Empfohlene Wassertemperaturen

  • Guppys: 20-26°C
  • Schwertträger: 22-28°C
  • Neonsalmler: 22-26°C
  • Brauner Antennenwels (Ancistrus sp) 24-28°C
  • Prachtschmerle/Clownschmerle: 24-28 °C
  • Sumatrabarbe: 22-26 °C
  • Neocaridina Zwerggarnelen: 5-30°C

Achtung!

Nicht zu empfehlen sind die Heizstäbe der Marke Happet. Diese bringen nie die eingestellte Temperatur und werden oft schon nach wenigen Tagen undicht!


Wie dünge ich mein Aquarium richtig?

Aquarien sind sehr dekorative Elemente die Wohnräume optisch um so einiges aufwerten können. Noch schöner sieht es mit der richtigen Bepflanzung aus. Doch meistens sind die Ausgangswasserwerte vom Leitungswasser, für die Pflanzen nicht optimal, weshalb hier Dünger zum Einsatz kommen sollte, wenn man einen starken und gesunden Pflanzenwuchs anstrebt. Dünger gibt es in unzähligen Varianten mit den verschiedensten Inhaltsstoffen zu kaufen. Doch worauf es wirklich ankommt und welche möchte ich im folgenden genau eingehen. Zunächst einmal ist es wichtig zu wissen das Pflanzen 4 übergeordnete Nährstoffarten benötigen um ein Wachstum gewährleisten zu können. Diese sind; Makronährstoffe, Mikronährstoffe, Kohlenstoffdioxid und Licht.

Wer wert auf gesunde Aquarienpflanzen mit üppigem Wuchs legt benötigt einen NPK-Dünger zur Zuführung der Makronährstoffe, einen Eisendünger für die ausreichende Versorgung von Mikronährstoffen sowie eine CO2-Anlage und einer guten Aquarien-Beleuchtung. Bei der Verwendung von Düngern sollte man sich nicht nur auf die empfohlene Düngemengen der Hersteller verlassen, sondern auch mittels Tröpfchen-Tests* die Wasserwerte regelmäßig kontrollieren um eine evtl. Über- oder Unter-Düngung zu vermeiden. Beides kann zu Störungen im Pflanzenwuchs und zu erheblichen Algenproblemen führen!

Trotz eines NPK-Düngers kann es vorkommen, dass die optimale Pflanzenversorgung mit Makronährstoffen nicht optimal gewährleistet wird, wenn ein Nährstoff entweder zu viel oder zu wenig im Aquarien-Wasser vorhanden ist. Hier kann die Nährstoffversorgung auch mit den entsprechenden Einzelkomponenten an seinen Wasserwerten anpassen.

Makronährstoffe

Stickstoff (N): Stickstoff entsteht im Aquarium über die Ausscheidungen der Tiere, Pflanzen- und Futterreste. Es liegt in der Form von Ammonium, Ammoniak, Nitrit und Nitrat vor. Diese Stoffe werden von den Pflanzen aufgenommen und verwertet. In wenig Bepflanzen oder noch nicht eingefahrenen Aquarien kann es schnell zu einem gefährlichen Anstieg des Stickstoffgehaltes kommen. In einem stark bepflanzten Aquarium kann es wiederum ein Mangel an Nitrat vorliegen. Hier empfiehlt sich ein NPK(Nitrat-Phosphat-Kalium)-Dünger*. Die empfohlene Menge an Nitrat liegt bei 10 – 25 mg/l

Empfohlene Wasserwerte – für einen gesunden Pflanzenwuchs:

  • Nitrat (NO3): – 10 – 25 mg/l
  • CO2: 10 – 25 mg/l bei Standardbeleuchtung | 25 – 40 mg/l bei Starklichtbecken.
  • Phosphat (PO4): 0,1 – 0,6 mg/l
  • Kalium (K): 5-10 mg/l
  • Calcium (Ca): 20-40 mg/l
  • Magnesium (Mg): 7-15 mg/l
  • Eisen(Fe): 0,1 – 0,2 mg/l

Kohlenstoff (C): Dieser wird hauptsächlich über eine CO2-Anlage dem Aquariumwasser zugeführt. Aber auch geben wandeln Sauerstoff in Kohlendioxid um, welches den Pflanzen zugutekommt. Die empfohlene Menge liegt je nach Beleuchtungsstärke zwischen 10 – 40 mg/l.

Phosphat (PO4): Phosphat wird ebenfalls durch Fischausscheidungen und Futterreste ans Aquarium-Wasser abgegeben. Bei geringen Besatz kann es hier zu Mangelerscheinungen kommen, welches sich durch einen NPK-Dünger ausgleichen lässt.

Kalium (K): Kalium zählt zusammen mit dem Stickstoff und dem Phosphat zu den Hauptnährstoffen. Einzelne Kaliumdünger sind selten auf dem Markt zu finden. Diesen Nährstoff kann man mit einem NPK-Dünger zuführen. Die empfohlene Kaliumkonzentration liegt zwischen 5 und 10 mg auf 1 Liter Aquarium-Wasser.

Calcium (Ca): Calcium kommt in der Regel in ausreichenden Mengen im Leitungswasser vor, weshalb Calcium nur sehr selten gedünkt wird. Eine Ausnahme bilden Aquarien mit einer hohen Besatzdichte an Schnecken. Hier empfehle ich Calcium über Montmorillonit zuzuführen.

Magnesium (Mg): Dieser Nährstoff ist in den meisten Eisendüngern enthaltenen. Eine einzelne Düngung von Magnesium ist in den meisten Fällen nicht nötig.

Schwefel (S): Auch Schwefel ist in geringer Konzentration für ein gesundes Pflanzenwachstum nötig. Dieses ist in ausreichender Menge in den meisten Eisendüngern enthalten.

Mikronährstoffe

Pflanzen verbrauchen Mikronährstoffe zwar in einem deutlich geringeren Umfang, wie die oben genannten Makronährstoffe, spielen aber dennoch eine entscheidende Rolle, über ein gesundes Pflanzenwachstum. Ein guter Eisendünger* enthält neben Eisen auch alle anderen Mikronährstoffe die für Aquarienpflanzen wichtig sind.

Eisen(Fe): Eisen benötigen Pflanzen für die Entwicklung des Blattgrüns(Chlorophyll). Pflanzen mit roten oder rötlichen Blättern, benötigen haben sogar eine noch höheren Eisenbedarf wie grüne Pflanzen. Empfohlen wird ein Eisengehalt von 0,1 – 0,2 mg auf 1 Liter Aquarien-Wasser.

Mangan (Mn): Mangan wird für viele Prozesse des Pflanzenwachstums benötigt, weshalb eine ausreichende Versorgung nötig ist.

Zink (Zn): Zink kommt in vielen Enzymen der Aquarienpflanzen, vor welches an wichtigen Stoffwechselprozessen beteiligt ist. Zink ist maßgeblich für die Proteinbildung in Wasserpflanzen.

Kupfer (Cu): Auch Kupfer ist ein maßgeblicher Bestandteil von Enzymen. Jedoch ist es für einige Tiere, vorwiegend für Garnelen schädlich. Deshalb sollte kein Eisenvolldünger für Garnelen-Aquarien verwendet werden.

Bor (B): Bor sorgt für die Stabilisierung der Zellwände und sollte deshalb in keinem guten Eisenvolldünger fehlen. Des Weiteren ist Bor für den Nährstofftransport(hauptsächlich Zucker) verantwortlich.

Molybdän (Mo): Dieser Mikronährstoff wird zur Verwertung von Stickstoff benötigt. Er hilft bei der Wandlung von Nitrat zu Pflanzeninneren Aminosäuren. Auch er ist in Eisenvolldüngern enthalten.

Licht

Selbst, wenn den Pflanzen alle Nährstoffe zur Verfügung stehen würden diese ohne eine ausreichend starke Beleuchtung nicht wachsen. Licht ist deshalb der wichtigste Energieträger für Aquarienpflanzen. Für die meisten Aquarienpflanzen reicht eine mittel-starke Beleuchtung aus. Doch ein sehr üppiges Wachstum erreicht man erst mit einer starken Beleuchtung. Im Wesentlichen unterscheidet man zwischen zwei Beleuchtungsarten;

T5 und T8 Leuchtstoffröhren

Hier eine kleine Übersicht welche Leistung für eine schwache, mittlere und starke Aquarienbeleuchtung benötigt wird. Die Werte beziehen sich auf die Verwendung eines Reflektor. Ohne Reflektor sind 20-25 % der Leistung abzuziehen. Da Leichtstoffröhren* mit der Zeit Leuchtkraft verlieren sind diese regelmäßig nach 1-2 Jahren auszutauschen.

  • Von einer schwachen Beleuchtung spricht man bei einer Leistungsstärke von 0,0 – 0,5 Watt je Liter.
  • Von einer mittleren Beleuchtung spricht man bei einer Leistungsstärke von 0,5 – 1,0 Watt je Liter.
  • Eine starke Beleuchtung erreicht man mit Leuchtstoffröhren von über 1 Watt je Liter.

LED-Beleuchtung

LED Beleuchtung* hat mehrere Vorteile wie einen geringeren Stromverbrauch, ein breiteres Farbspektrum sowie das hier keine Röhren mit giftigen Inhaltsstoffen getauscht werden müssen. Anderes als bei den röhren ist hier nicht die Wattzahlüber die Leuchtkraft entscheidend, sondern die Lumen. Je mehr Lumen eine Aquarium-Lampe aufweist, desto förderlicher ist dies für den Pflanzenwuchs.

  • Von einer schwachen Beleuchtung spricht man bei einer Leistungsstärke von 0 bis 30 Lumen je Liter.
  • Von einer mittleren Beleuchtung spricht man bei einer Leistungsstärke von 30 bis 60 Lumen je Liter.
  • Eine starke Beleuchtung erreicht man mit Leuchtstoffröhren von über 60 Lumen je Liter.

CO2 Anlagen

Dadurch das Leitungswasser kaum CO2 angelagert ist, befindet sich auch im Aquarium nur sehr wenig des wichtigen Pflanzennährstoffes. Die Folge sind Kümmerwuchs, blasse, dünne Blätter und Stängel, sowie verkalkte Blätter und Algenwuchs. Das wenig vorhandene CO2 wird nach dem Wasserwechsel sehr schnell von den Pflanzen aufgezehrt sowie von der Belüftung ausgetrieben. Eine dauerhafte und effektive Lösung bieten hierbei CO2 Anlagen.

Für die Aquaristik gibt es verschiedene Systeme, mit denen man dem Wasser CO beisetzten, kann. Die Kohlendioxid Anlage mit Druckgas* und die preiswertere Alternative, für kleine Aquarien mit Bio CO2* aus einer Zucker-Hefe-Mischung. Die einfachste Art sein Aquarium mit CO2 zu düngen, ist die Verwendung von CO2 Tabletten*.

Wie oft sollte im Aquarium Wasser gewechselt werden?

Der Wasserwechsel ist für die Vitalität und Gesundheit der Fische und Wirbellosen Tiere im Aquarium sehr wichtig um zum einen Giftstoffe durch Ausscheidungen und Futterreste aus dem Aquarium zu entfernen und zum anderen, um dem Wasser wieder neue wichtige Mineralien und Nährstoffe zuzuführen. Wie oft und wie viel man Wasser wechseln muss hängt von verschiedenen Faktoren ab. Unter anderen einen kommt es darauf an wie stark besetzt das Aquarium ist, welche Leistung der Filter hat aber auch wie stark bepflanzt das Becken, wie viel gefüttert wird oder wie groß das Aquarium ist. Jedes Aquarium ist anders, weshalb man hier keine Faustformel zum Wasserwechsel erstellen kann.

Aus Erfahrung kann ich sagen das kleinere Aquarien in der Regel mehr Pflege und Wasserwechsel benötigen wie größere Becken ab 200 Liter. In 12 Liter Aquarien wechselte ich 2x die Woche das Wasser, in 25 Liter Aquarien 1x die Woche, in 54 Liter Becken alle 2 Wochen und ab 200 Liter alle 3-4 Wochen. Gewechselt habe ich immer 1/3 tel des Wassers. Größere Wasserwechsel führte ich immer dann durch, wenn mir entweder die Wasserwerte oder die Tiere signalisierten das etwas nicht stimmte. Auch größere Wasserwechsel nahm ich immer dann vor, wenn das Wasser getrübt war oder sich Algen anfingen breit zu machen.

Generell schaden Wasserwechel nicht und es ist besser einen mehr wie einen zu wenig zu machen. Zu beachten ist, dass man sein Aquarium bei einem Wasserverlust durch Verdunsten, nicht einfach nur auffüllen sollte. Um einen Anstieg von Giftstoffen zu vermeiden, muss man immer erst altes Wasser entnehmen bevor man frisches auffüllt.

Nützliches Zubehör zur Reinigung

Die Aquarium Mulmglocke

Die Mulmglocke oder auch Mulmabsauger genannt ist ein sehr praktisches Hilfsmittel, um den Aquarium Boden von Verunreinigungen und Mulm zu befreien. Sie gehört zum Standard-Equipment welches keinem Aquarianer fehlen sollte. Selbst wenn du keinen Mulm saugst, um zum Beispiel das Pflanzenwachstum zu fördern, solltest du eine haben! Denn bei der Fütterung kann man schnell mal versehentlich zu viel Futter in Aquarium fallen. Alles, was dann nicht gefressen wird, muss abgesaugt werden, um das Aquarium-Wasser nicht zu belasten.

Die Funktionsweise eines Mulmsaugers ist einfach. Zuerst wird er vollständig mit Wasser gefüllt, sodass keine Luft mehr im Schlauch verbleibt. Anschließend hält man den Wasserauslass nach unten zu einem Eimer, der tiefer als das Aquarium steht. Dadurch entsteht ein Sog. Nun setzt man das Ansaugende auf dem Bodengrund. Der schwere Kies bleibt liegen aber das der leichtere Mulm oder Futterreste werden aus ihm heraus gesaugt.

Quelle: amazon.de*

Der Aquarium Kescher

Ebenso wie die Mulmglocke sollte auch jeder Aquarianer einen Kescher besitzen um abgestorbene Blätter, Pflanzenteile, kranke oder tote Tiere aus dem Becken fischen zu können. Wer Fische oder Garnelen züchtet, benötigt ihn sehr häufig, um Tiere nach bestimmten Merkmalen zu selektieren.

Je nach Fischart und Aquarium gibt es die verschiedensten Kescher in allen möglichen Formen und Größen. Als besonders platzsparende Variante gibt es ihn sogar mit ausziehbaren Griff. Dieser wird besonders gerne für Garnelenaquarien benutzt.

Quelle: amazon.de*

Unger Klingen – für stark verschmutzte Scheiben

Diese Klingen wird man in keinem Aquaristik-Geschäft finden, denn eigentlich sind diese zur professionellen Fensterreinigung gedacht. Früher habe ich mich immer gequält von Innen verkalkte oder mit grünen Punktalgen besetzten Aquariumscheiben, zu reinigen. Doch mit diesen Klingen geht dies spielend leicht! Der Klingenhalter aus Edelstahl ist sehr hochwertig. Die Klinge in Solinger-Qualität hat eine beidseitige Schneide und hält auch eine ganze Weile bei regelmäßiger Benutzung. Wichtig ist hier nur das man die Klinge an der Scheibe so flach wie möglich ansetzt, um das Aquarienglas nicht zu zerkratzen. Der Klingenhalter inklusive 11 Klingen werden verhältnismäßig günstig bei Amazon angeboten(Link unter dem Bild).

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Quelle: amazon.de*

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